ANKUNFT IN SYDNEY

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Spielen im Hai infizierten Wasser, Sydney, Australien

Ich sitze am Manly Beach und schaue den drei übermütigen jungen Männern dabei zu, wie sie sich im Hai infizierten Wasser durch die Luft werfen. Hier ist es so kalt wie schon lange nicht mehr. Es ist Winter. Aber „Winter“ und „kalt“ heißen hier fünfzehn Grad. Die Stadt bereitet sich mit Buschfeuern auf die erste Hitzewelle vor. Der Rauch hängt in Schwaden in der Luft und ich kann es kaum fassen, dass eine so „gesunde“ Stadt wie Sydney noch so viele Pflanzen verbrennt. Ich fühle mich unendlich weit weg von Malaysia und doch finde ich immer wieder Aspekte, die mich daran erinnern. Dort wird der Müll verbrannt, keine Biomasse. Das erscheint mir zwar tausendmal schlimmer, aber der Rauch ist genauso da. Der Strand scheint sauber zu sein und doch führen riesige Rohre ins Meer und Schilder weisen darauf hin, dass bei starkem Regen wegen Umweltverschmutzung vom Baden abgeraten wird.

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DIE LESENDE – GEDANKEN AUS KUALA LUMPUR

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Kuala Lumpur ist groß und unübersichtlich. Von der Bushaltestelle bis zu meinem Hostel steige ich in ein Taxi, welches ich mir mit einem Neuseeländer und zwei Briten, die in meinem Bus sitzen, teile. Das ist eine der Sachen, die ich inzwischen gelernt habe. Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass sich die Touristen in ähnliche Ecken bewegen. Es lohnt sich immer, mal freundlich nachzufragen und meistens ist der Andere oder die Anderen sogar dankbar dafür, dass man sich traut. Was mir vor zwei Jahren noch eine Heidenangst eingejagt hat, ist heute das Leichteste von der Welt.

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GEORGETOWN, NATIONALE IDENTITÄT UND STREETART

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Ich würde einziehen, das ist klar! Georgetown, Malaysia

In Malaysia sieht man auf der Straße alles was lebt. Frauen mit oder ohne Kopftuch, mit oder ohne Burka, mit oder ohne Kinder. Männer in Begleitung ihrer Frauen oder ohne. In seiner Diversität auf den Straßen erinnert es mich viel mehr an Dubai, als an den Iran. Ich bin erleichtert und gleichzeitig ist mir auch klar, dass das nichts heißen muss.

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ZURÜCK IN BANGKOK

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Der Königliche Palast, versteckt hinter einer Mauer und einer Paywall die es in sich hat, Bangkok, Thailand

Der Rückflug von Rom nach Bangkok läuft wie am Schnürchen. Nur habe ich eine dicke Erkältung aus Europa mitgebracht und ich bin mir sicher, als wir nach zehn Stunden aus dem (zweiten) Flugzeug aussteigen, habe ich ihn an alle anderen weiter gegeben. Ich weiß nicht, wie ich es vom Flughafen bis zu meinem Hostel geschafft habe, aber ich bin vier mal eingeschlafen in den zwei verschiedenen Metros und dem Bus zu meinem Hostel. Für zwei Tage bleibe ich in meinem Mietbett liegen und schaffe es nicht einmal, zum vorzüglichen Frühstück nach unten zu gehen. Aber, obwohl ich mich nicht bewegen kann, kommt mir der Gedanke nach Hause zu wollen, nicht. Ich bin hier. Augen zu und durch. Auch wenn es sich anfühlt, als würde ich sterben.

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ROM UND FAMILIENÜBERDOSIS

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Fischer auf dem Bolsenasee, Bolsena, Italien

Das erste was mir auffällt ist die frische Morgenluft die mir beim Verlassen des Flugzeuges um die Nase weht. Fasst könnte ich mein Fließ auspacken, aber nur fast. Das Gepäck holen dauert lange, aber alles ist noch da und unbeschädigt. Ich kaufe meinen ersten Cappuccino und mache mich auf den Weg zum Zug. Vorbei fahre ich an den vertraut abgeranzten Wohnblöcken, die die Mehrzahl der römischen Behausungen darstellen. An den letzten kühlen Tagen habe ich das Glück, Rom von seiner besten Seite zu sehen. Wir sind alte Freunde.

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