DIE KARTEN WERDEN GEMISCHT

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Der Schatten des Baumes vor meinem Fenster, Sydney, Australien

Das Leben in Australien ist hart und rücksichtslos. Gleichgültig wie reich man ist, leben die meisten Menschen am Rande ihrer finanziellen Möglichkeiten. Hier zahlt man immer zu viel. Alles ist zu teuer, jeder muss den maximalen Gewinn rausschlagen, um zu überleben. Man bezahlt nie den tatsächlichen Preis, die Gewinnmarge ist drei bis viermal so hoch wie in Europa. Selbst schlechte Qualität wird für horrende Preise verkauft. Neben Produkten ist jedes Erlebnis mit einem hohen Preisschild versehen. Am Ende zählt auch bei persönlichen Kontakten häufig nur eines: das Geld. Um Geld zu bekommen ist es moralisch vertretbar, alles zu tun was man kann. Häufig komme ich in Situationen, die mich sprachlos zurück lassen.

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MEIN AUSTRALISCHES FAMILIENLEBEN

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Der nördliche und südliche Kopf der Bucht von Sydney, Australien

Mein australisches Familienleben ist dem von zu Hause ziemlich ähnlich. Die Familie bei der ich lebe wohnt in einem guten Viertel, fünf Minuten vom Meer und zehn Minuten von den Superreichen entfernt. Arm ist hier niemand. Man legt Wert auf gutes Essen und gute Manieren und ich komme einige Male in die Situation, dass ich bestürzt erkennen muss, dass ich einerseits die Höflichkeitsparameter nicht verstehe und andererseits einige meiner Manieren auf dem zweijährigen Weg durch Asien verlegt habe.

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FRÖHLICHE WEIHNACHTEN UND EIN GUTES NEUES JAHR!

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Mit Skelett posierend bei dem Shoot eines Krankenhauspomovideos, Sydney Australien

Von den Meinen zu den Deinen! ;-)

 

Vielen Dank fürs Lesen. Es war ein außergewöhnliches Jahr für mich. Ich habe es am Bahnhof in Dehli, Indien, begonnen, als ich mich von Ahmed verabschiedete und in einen Zug nach Jaipur stieg. Ich beende es in Sydney, Australien, ohne einen Zug in Sichtweite zu haben.

 

Die vergangenen Monate waren voll und nicht einfach. Es gibt viel zu schreiben, aber so viel davon ist noch nicht völlig ausgereift. Ein Teil von mir möchte mein australische Kapitel mit einer Schleife abschließen und weiterziehen. Andere möchten bleiben und beenden, was ich angefangen habe. Ich werde meine Weihnachtspause nutzen, um zu reflektieren und Pläne für die Zukunft zu machen.

 

Auf ein weiteres Jahr, in dem ich unseren riesigen Planeten sehen, fühlen und erleben darf.

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GANGWECHSEL

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Warmer Stein und das brausende Meer, Sydney, Australien

Ich sitze auf dem warmen Stein und schaue hinunter in das brausende Meer. Das türkise Nass bricht sich an den schwarzen Steinen und rennt sich auf dem gelben Strand die Wut aus dem Bauch. Die weiße Gischt tanzt auf der Oberfläche und wenn sich das Wasser zurückzieht, hinterlässt sie blaue Blasen. Eine Pflanze oder vielleicht auch eine Qualle, die wenn man drauf tritt, mit einem Plop platzt.

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GEFAHR

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Die Ruinen von Parsagard. Iran

Mein guter Freund John hat unter meinem Post „A short glance over my shoulder“ eine Frage gestellt, die eine ellenlange Antwort nach sich zieht: „Mich würde interessieren, warum du den Iran zum gefährlichsten Land gewählt hast und nicht Russland, Indien, Nepal oder China?“ Und wie das bei großen Fragen ist, beginnen wir am Anfang...

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